Es gibt viele Möglichkeiten einen Hund auszulasten. Viele Hundebesitzer glauben, dass, wenn Sie mit Ihrem Hund lange Spaziertouren von 2-3 Stunden oder große Fahrradrunden machen, muss doch der Vierbeiner danach zu Hause müde und zufrieden sein. Sehr oft wird jedoch festgestellt, dass der Hund nach einem langen Spaziergang nach Hause kommt, alle möglichen Spielzeuge anschleppt, Möbel anknabbert, unruhig ist oder im schlimmsten Fall dadurch, dass er nicht entspannen kann, einfach nur noch nervig ist. Was oft fehlt ist die mentale Auslastung durch geistige Beschäftigung.
Auch bei dem täglichen Hundespaziergang kann man mit relativ wenig Aufwand den Hund entsprechend geistig auslasten. Es kommt natürlich immer darauf an, was Mensch und Hund gern tun.
Ein Labrador wird sicherlich viel lieber den Dummy oder Futterbeutel im Gestrüpp suchen, finden und dem Besitzer bringen, statt Dog-Dancing-Tricks zu lernen.
Der Setter oder Podenco wird sicherlich sehr gern und gut seine Nase bei der Suche nach Fährte oder Trail einsetzen, statt mit seiner empfindlichen Nase einen Treibball durch die Gegend zu schieben. Wobei es natürlich auch wahre Multitalente gibt.
Unsere Motto, dass wir an unsere Kunden weitergeben, ist: nicht die Quantität (Dauer der Spaziergangs) sondern die Qualität einer Gassirunde ist ausschlaggebend für einen guten Mix aus körperlicher und mentaler Auslastung des Hundes.
Nachfolgend stellen wir Ihnen die Disziplinen vor, die wir in unseren Auslastungskursen anbieten.
Suchtraining
Ist Ihr Hund ist an Kaninchen und Co stark interessiert? Er scannt stets seine Umgebung ab und hält Ausschau nach den Dingen, die sich schnell bewegen? Seine Nase ist ständig am Boden oder hoch in der Luft mit Schnuppern beschäftigt? Wir helfen Ihnen, seine wahren Talente in kontrollierbare Bahnen zu lenken. Gerade unsere Langnasen unter den Haushunden verfügen über ein ausgesprochen gutes Riechvermögen und eine stark ausgeprägte taktile Aufmerksamkeit.
Alles, was sich dynamisch verhält, wird schnell registriert und löst eine Reihe von Instinktmechanismen (Anpirschen, Hetzen, Erbeuten) beim Hund aus. Auch mit Hilfe von Antijagd und Gehorsamtraining werden Sie bei manchen Hunden nur bedingt eine 100%-ige Abrufbarkeit des Hundes (gerade in den Wildgebieten) erreichen können. Was Ihrem Hund helfen wird, ist eine sinnvolle Umlenkung seines Appetenzverhaltens in ein Alternativverhalten, das für ihn langfristig einen höheren Anreiz darstellt.
Sie können in den getrennt angebotenen Trainingskursen die Talente Ihres Hundes in den einzelnen Disziplinen, Fährte ohne und mit Verweisen von Gegenständen und Menschensuche (Mantrailing) testen und schnell herausfinden, was Ihnen und Ihrem Hund den meisten Spaß bereitet. Sie können aber auch gern die einzelnen Disziplinen immer wieder abwechselnd (siehe Themen/Kursplan) trainieren. Spaß und Aktion sind garantiert gegeben!
Preis: je T-Einheit (ca. 1,5 h) für 12,50 Euro
Fährtentraining
Für Gebrauchshunde, die Vielseitigkeitsprüfungen ablegen, gehört die Nasenarbeit als eine von drei Bestandteilen ihrer Arbeit zum ständigen Trainingsprogramm. Doch nicht nur körperlich fitte Gebrauchshunde, sondern alle Vierbeiner, vom Zwergspitz bis zur Dogge, ob jung oder alt, können menschliche Fährten absuchen. Richtig angelernt werden sie viel Spaß daran haben und das Beste ist: sie können sich mal so richtig auspowern ohne dabei ihre Knochen und Gelenke übermäßig zu beanspruchen. So ist die Fährtenarbeit besonders gut auch für viele von Skelett- und Gelenkserkrankungen geplagten Vierbeiner geeignet.
Worum geht es beim sportlichen Fährten? Der Hund soll mit möglichst tiefer Nase und in ruhigen und gleichmäßigen Tempo einer je nach Ausbildungsstand des Hundes 20 Minuten bis drei Stunden alten menschlichen Trittfährte von einer Länge von 300 bis 1800 Schritt mit mehreren Winkeln und Bögen folgen. Auf der Spur vom Fährtenleger "verlorene" Gegenstände soll der Hund finden und anzeigen. Hunde haben ein etwa 15-mal größeres Riechfeld als der Mensch. Sie können Geruchsstoffe so noch in niedrigsten Konzentrationen wahrnehmen. Die über die Nase aufgenommenen Gerüche werden im Riechhirn des Hundes, das einen großen Anteil am Gehirn des Hundes hat, verarbeitet. Da das eine Unmenge an Botschaften sind, die da ausgewertet werden müssen, kann man Fährtenarbeit als Kopfarbeit bezeichnen. Und Kopfarbeit macht müde aber glücklich.
Fährten kann man auf Wiesen-, Acker- und Waldflächen legen. Am besten geeignet ist ein Untergrund, der einen niedrigen Bewuchs hat. Höher als zehn Zentimeter sollte er nicht sein.
Was brauchen Sie neben dem geeigneten Gelände noch?
Equipment
- Geschirr für den Hund
- eine zehn Meter lange Fährtenleine
- einen Stock oder ähnliches zum Markieren des Fährtenabganges
- verschiedenartige Fährtengegenstände aus Leder, Holz, Stoff und kleine Futterhappen
- ggf. Clicker
Während der Hund außer Sicht, zum Beispiel im Auto wartet, stecken Sie den Fährtenstock in die Erde und treten das allererste Mal eine Fährte. Mit zunehmender Sicherheit des Hundes werden dann auch rechte Winkel eingebaut. Wichtig ist immer, dass Sie ganz genau wissen, wo die Fährte tatsächlich liegt und Sie so Ihrem Hund durch geduldiges Stehen bleiben und Warten helfen können, falls er sich einmal unsicher ist.
Preis: je T-Einheit (ca. 1,5 h) für 12,50 Euro
Mantrailing Mantrailing ist die Suche mit einem Hund nach einem ganz bestimmten Menschen anhand dessen Geruchsspur. Die Geruchsspur eines jeden Menschen ist so individuell wie seine DNA. Im Unterschied zur Fährtenarbeit sucht der Hund eine Spur (Trail).
Eine Spur setzt sich aus Geruchspartikeln zusammen, die nicht nur am Boden sondern verteilt in der Luft an verschieden Objekten wie Baumstämmen, Büschen, andere Gegenständen, beeinflusst durch die Windrichtung, haften bleiben. Das heißt, um dem Trail zu folgen muss der Hund seine Suche nicht nur mit der Nase nah am Boden, sondern primär mit "hoher Nase" arbeiten. Die Suche erfordert vom Hund eine hohe Konzentration bei der Arbeit und verlangt von dem Menschen eine gute Zufuß-Fitness und die Fähigkeit, seinen Hund bei der Suche lesen zu lernen. Natürlich ist ein solides Grundgehorsam beim Hund erforderlich sowie eine Arbeitsaustattung (nur für die Suche einsetzbares Geschirr und Schleppleine sowie ggf. Handschuhe und bequeme Schuhe für den Menschen).
Der Hund sucht immer eine dritte Person, nicht den eigenen Hundeführer.
Preis: je T-Einheit (ca. 1,5 h) für 12,50 Euro.
Dummy-(Apportier) Training
Trägt Ihr Hund gern Gegenstände im Maul, nimmt gern runtergefallene Gegenstände auf und legt sie Ihnen zu Füßen? Kaut und bringt er Stöckchen mit?
Dann sind Sie mit Ihrem Hund bei unserem Dummytraining genau richtig! Wir fördern hierbei die beim Hund bereits vorhandenen Talente (Apportierhunde, Retriever und Co.) und lenken diese in die kontrollierbare Beschäftigung ein. Dabei haben Sie und Ihr Hund viel Spaß und Freude an den gemeinsam erarbeiteten Trainingsfortschritten.
Dummyarbeit = jagdliche Ersatzarbeit
Die Arbeit mit dem Dummy kommt ursprünglich aus England, um dem Hund während der Vorjagdsaison zu beschäftigen. Die Dummyarbeit erfordert u.a. Geduld und Zeit. Voraussetzung ist ein schneller und zuverlässiger Appell und eine gute Grundausbildung des Hundes. Was noch wichtig ist, der Hund muss arbeiten wollen und zwar freudig. Dann macht es Frauchen/Herrchen und dem Hund viel Spaß. Es wird übrigens IMMER OHNE Leine und Halsband gearbeitet.
Die Dummyarbeit hat zwei wesentliche Einsatzgebiete:
- jagdlich geführte Hunde für die Arbeit an Wild vorbereiten und ausbilden, sowie für ausgebildete Hunde als Ersatzarbeit außerhalb der Jagdsaison
- hundegerechte Ersatzarbeit für Jagdhunde, die nicht jagdlich geführt werden
Je nach Ausbildungsstand des Hundes und der Beschäftigungsanspruches des Hundehalters kann ein Hund in verschiedenen Dummyeinsatzbereichen - Markierung (MARKING)
- Freiverlorenensuche (high lost)
- Einweisen (nicht sichtbares Dummy blind-suchen) und
- Wasserarbeit
eingesetzt werden.
Equipment: Dummys, Clicker, Pfeiffer
Die Übungen werden in kleinen Gruppen (max. 4-5 Hunde) logisch und nachvollziehbar aufgebaut, so dass Sie am Ende des Kurses in der Lage sind, selbst die Dummyarbeit mit ihrem Hund unterwegs anzuwenden und weiter auszubauen.
Preis: je T- Einheit (1,5 h) für 12,50 Euro
Scent Hurdle Racing
Hürdenrennen mit Geruchsunterscheidung macht Mensch und Hund jede Menge Spaß. In den USA hat sich bereits diese Hundesportdisziplin fest etabliert. Angepaßt an die körperlichen Voraussetzungen des Hundes ist es wirklich für jeden Hund geeignet, egal ob jung oder alt, schnell oder langsam, leicht erregbar oder eher phlegmatisch. Der Hund wird über 4 Hürden geschickt. Am Ende der Hürden befindet sich eine Geruchsunterscheidungsaufgabe. Der Hund soll den richtigen Gegenstand erschnuppern und dann über die 4 Hürden zurücktragen. Diese Mischung aus Bewegung und höchster Konzentration hat ihren eigenen Reiz.
"Hürdenrennen mit Geruchsunterscheidung läßt sich sowohl alleine Zuhause als auch als Mannschaftssportart in der Hundeschule trainieren." Zitat Pia Gröning.
Preis: je T- Einheit (1,5 h) für 12,50 Euro
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Benji + Donna in
"platz + bleib"
Donna in "Verbleib",
Benji sucht
Benji in "Verbleib",
Donna sucht
Fährtentraining
Dem (MAN-) Trail folgen lernen
Auch ein Beagel hat Spaß am Apportiertraining
Dummy zuverlässig in die Hand abgeben lernen
dich will ich haben
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